App-Test: R-Type (iPhone) + Video
R-Type gehört seit den 80er Jahren zu den Spielen, die das Genre der Shoot ‘em Ups maßgeblich definiert haben. Obwohl die Serie offiziell im Jahr 2003 eingestellt wurde, gab es in den letzten Jahren mehrere PSP- und auch Xbox 360 Spiele. Hinzugekommen ist heute Nacht eine Version für das iPhone. Das Spiel ist dabei ein angepasster Port des Originals, dass im Jahr 1987 veröffentlicht wurde.
In R-Type steuert der Spieler ein futuristisches Kampfraumschiff (R9: Arrow Head), dass von links nach rechts durch die einzelnen Level fliegt. Dabei versucht man möglichst viele generische Schiffe zu erledigen, die in die entgegengesetzte Richtung unterwegs sind. Während man Anfangs nur eine sehr einfache Waffe besitzt, sammelt man im Verlauf des Spiels zahlreiche neue Boardkanonen, die das vorankommen erleichtern. So gibt es z.B. eine unzerstörbare Sonde, die eigenständig Gegner angreift aber wahlweise auch vor das Schiff gespannt werden kann. Je weiter man im Spiel kommt, desto mächtiger werden die Power-Ups.
Bei der Steuerung gibt EA dem Spieler gleich drei Möglichkeiten zur Auswahl. Entweder steuert man das Schiff mit dem Finger, per Beschleunigungssensor oder über ein digitales Steuerkreuz. Persönlich bevorzuge ich die präzise Steuerung mit dem Finger. Leider verdeckt man dabei jedoch einen Teil des Bildschirms. Da Gegner aus jeder Richtung feuern, ist das oftmals ein Problem. Deshalb eignet sich eher die Steuerung per Beschleunigungssensor, da man das komplette Display im Auge hat. Damit man das iPhone nicht falsch hält, kann man es jederzeit manuell kalibrieren. Nicht empfehlen kann ich die sogenannte “Coins”-Steuerung, die an alte Arcadezeiten erinnern soll. Hier erhält man ein digitales Steuerkreuz, dass jedoch sehr unpräzise ist.
Optisch erinnert R-Type an die gute alte Zeit. Welche Version als Grundlage bei dieser Umsetzung gedient hat, konnte ich leider nicht herausfinden. Optisch scheint man hier einen eigenen Weg gegangen zu sein. Während die Grafik stark an die alte “Sega Master System”-Version erinnert, wirkt sie am Ende jedoch deutlich frischer. Trotzdem sollte hier niemand ein Shoot ‘em Up in wunderschöner 2010 Grafik erwarten. Stattdessen gibt es einen leicht aufgebesserten Port. Leider wurde die klassische Musik ersetzt, was vermutlich mit Lizenzen zusammenhängt. Die neue Musik passt jedoch perfekt zum Spiel.
Insgesamt gibt es alle 8 Level des Originalspiels inklusive der bildschirmfüllenden Endgegner. Wie lange man zum durchspielen benötigt, kann man leider nicht pauschal beantworten. R-Type ist ein Titel, bei dem man häufig stirbt. Hier muss man EA zugute halten, dass man den knackigen Schwierigkeitsgrad des Originals beibehalten hat. Damit es für Spieler jedoch erträglich ist, gibt es Speicherpunkte und die Möglichkeit unbegrenzt viele Leben freizuschalten. Zudem wird der Fortschritt auch nach jedem Level gespeichert. So kann man in späteren Abenteuern auch direkt mit Level 7 oder 8 starten. Technisch kann man ebenfalls nicht meckern, da die Framerate auch bei größeren Kämpfen stabil bleibt (iPhone 4).
Fazit: R-Type ist ein Port, der dank guter Steuerung überzeugen kann. Wer klassische Shoot ‘em Ups mag, kommt um die Mutter aller Sidescroller nicht herum. Für 1,60 Euro bekommt man kaum eine bessere Spielerfahrung in diesem Genre. Besser könnte das Spiel wirklich nur durch High-Res Grafik gemacht werden.
Anbei wie üblich ein von mir aufgenommenes Gameplay-Video. Dieses zeigt den kompletten ersten Level des Spiels inklusive dem Endboss. Wenn das Video an einigen Stellen langsam wird, liegt das an meiner Aufnahme-Software und nicht am Spiel selbst. Auf dem iPhone 4 gibt es keine Performance-Probleme.
R TYPEHersteller: EA Swiss Sarl




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