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App-Test: Omino – Mario Klon mit Potenzial

Juli 6, 2010 iPhone, iPhone Spiele No Comments

Es gibt nicht viele vernünftige Jump and Run im App-Store. Der Grund dafür ist relativ schnell gefunden. Damit ein Spiel in diesem Genre überzeugen kann, muss die Steuerung auch ohne haptisches Feedback funktionieren. Bisher gelang das nur den wenigsten Spielen. Das von Super Mario Bros inspirierte Omino (Italienisch für Männchen bzw. kleiner Mann), scheint dahingehend wieder zu den besseren Titeln zu gehören.

Omino iPhone

Das Steuerschema wurde klassisch auf zwei Richtungspfeile und zwei Buttons beschränkt. Während man mit dem einen Button springt, feuert man (beim entsprechenden Power-Up) über den anderen Feuerbälle ab. Die Sensorbereiche für alle Knöpfe wurden dabei sehr großzügig gewählt. Selbst wenn man nicht genau den Button trifft, bewegt sich Omino in die entsprechende Richtung. Die Steuerung ist dabei sehr eingängig und das trotz der hohen Geschwindigkeit, die unser Held vorlegt. Man benötigt vielleicht ein bis zwei Minuten, jedoch sollte man die Steuerung dann verinnerlicht haben.

Optisch kann man die Ähnlichkeit zu Super Mario Bros nicht verkennen. Der Titel kommt in einer sehr farbenfrohen 8-Bit Grafik daher, die für zahlreiche entzückte Momente bei Retro-Gamern herhalten dürfte. Gleiches gilt für die Hintergrundmusik, die einen unverkennbaren Chiptune Sound besitzt. Leider sieht es im Bezug auf die Story eher schlecht aus. Während Mario stets seine Prinzessin sucht, kennen wir die Motive von Omino nicht. Warum wir durch die Welt laufen und auf Schlangen hüpfen, bleibt dahingehend der Fantasie des Spielers überlassen. Ein wenig Hintergrundstory in Textform hätte jedoch nicht geschadet.

Leider merkt man dem Titel an, dass er scheinbar mitten in der Entwicklung veröffentlicht wurde. So gibt es im Spiel unzählige gelb/grüne Boxen, die keine Funktion haben. Lediglich in jeder dritten rot/blauen Box erhält man ein Power-Up. Dieses funktionieren dabei relativ simpel. Als erstes erhält man eine blaue Mütze, die einen über Wasser laufen lässt. Danach eine rote Mütze, durch die man Feuerbälle werfen kann. Hier greift somit ein ähnliches Prinzip wie bei Mario, der erst wächst und danach seine Feuerblume findet.

Die Testversion beinhaltet zwei Level (Welt 1-1 und 1-2). Wenn einem das Spiel gefällt, kann man direkt im Spiel auf  die Vollversion upgraden. Für einen Preis von 79 Cent bekommt man dann unzählige Welten geboten.

Fazit: Omino ist ein toller Titel, der jedoch nur einen Bruchteil seines Potenzials nutzt. Persönlich hätte ich mir gewünscht, dass die Entwickler noch einige Wochen/Monate am Spiel schrauben. Gerade wenn man Omino mit sehr umfangreichen Titeln wie z.B. “Castle of Magic” vergleicht, kann es nur den kürzeren ziehen. Obwohl das Spiel eine Liebeserklärung an den NES ist, wirkt es am Ende teilweise zu unfertig.

Omino (AppStore Link) Omino
Hersteller: Alessandro Andriani
Freigabe: 9+
Preis: Kostenlos App Store-Link (Affiliate-Link)

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