iPad App: Mirrors Edge
Als Mirror’s Edge im Jahr 2008 veröffentlicht wurde, war das Spiel leider kein Verkaufsschlager. Trotzdem gelang es EA, dem Spieler eine vollkommen neue Erfahrung zu bieten. Die Mischung aus Jump & Run Elementen und der Egoperspektive, bleibt bis dato ein einzigartiges Konzept. Passend zum iPad Start landete vor einigen Wochen eine iPad-Version im App-Store.
Die Story von Mirror’s Edge ist relativ schlicht und simpel gehalten. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Faith, die als Botin in einer dystopischen Gesellschaft Nachrichten transportiert. Der größte Feind der Hauptprotagonistin ist deshalb die Regierung, die den freien Nachrichtenverkehr unterbinden möchte. Faith und zahlreiche andere “Runner”, stellen sich dem entgegen.

Anstatt das Spiel 1:1 zu portieren, hat EA aus Mirror’s Edge einen 2D-Sidescroller gemacht. Dadurch sieht der Spieler Faith von der Seite. Bewegt wird die Spielfigur per Wischbewegung auf dem iPad. So reicht ein simpler Wisch nach links oder rechts, um Faith automatisch in eine Richtung laufen zu lassen. Stellen sich ihr Hindernisse in den Weg, muss der Spieler mit zahlreichen anderen Wischbewegungen reagieren. So springt man per Wischbewegung nach oben oder taucht unter Hindernissen per Wischbewegung nach unten ab. Gerade diese intuitive Steuerung ist einer der Gründe, warum Mirror’s Edge so gut funktioniert. Obwohl Faith auf jeder Karte ein festes Ziel hat, gibt es verschiedene Laufwege um dieses Ziel zu erreichen. Dabei stellen sich der Dame teilweise auch Gegner in die Weg, die mit gekonnten Angriffen aus der Bewegung heraus entwaffnet oder ausgeschaltet werden.
Grafisch ist Mirror’s Edge der Wahnsinn. Es ist erstaunlich, dass es sich hierbei um eines der ersten iPad Spiele handelt. Was werden die Entwickler nur in 6 bis 8 Monaten präsentieren? Man hetzt zwar über die Karte aber verpasst trotzdem nicht die lebendige Welt. So fliegen Vögel auf den Dächern herum oder Rauch strömt aus Klimaanlagen in den Häusern. Das alles bei einer konstanten Framerate, die während meiner Testphase niemals in die Knie ging. Neben der Kampagne gibt es auch noch einen Zeitmodus. In diesem versucht man die Strecken möglichst schnell zu beenden. Dabei kann man auch gegen seinen eigenen Schatten antreten, um den eigenen Lauf zu vergleichen.
Wenn Mirror’s Edge ein Problem hat, dann ist es die Langzeitmotivation. Das Spielprinzip bietet auf Dauer einfach nicht genug Abwechslung, um mich langfristig zu fesseln. Gerade bei einem Preis von 10 Euro, erwarte ich da mehr. Zudem wurde die Story auf Textnachrichten reduziert. Echte Zwischensequenzen wären schöner gewesen. Möglicherweise hat man hier jedoch direkt an die iPhone-Version gedacht, die ebenfalls in den nächsten Wochen erscheinen soll. Wer neugierig geworden ist, sollte sich das Gameplay-Video von TouchArcade anschauen.
Fazit: Mirror’s Edge gehört defintiv zu den Games, die man auf dem iPad gespielt haben sollte. Die Mischung aus fantastischer Grafik, eingängigem Soundtrack und innovativen Gameplay sind ein wahrer Genuss. EA hat defintiv einen Referenztitel geschaffen, den ich lediglich wegen der fehlenden Langzeitmotivation abwerte.


kann ich nur empfehlen – macht echt laune…