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TweetDeck: So übersichtlich ist Twitter!

Mai 30, 2010 iPhone, Mac 2 Comments

Es ist noch keine drei Wochen her, dass ich den Twitter-Client Kiwi in den höchsten Tönen gelobt habe. Kiwi war und ist Tweetie in sovielen Punkten überlegen, dass der kleine neuseeländischen Vogel schnell mein bevorzugter Twitter-Client wurde. Das ganze hat sich gestern Abend geändert, als ich den “Eurovision Song Contest“ verfolgt habe, den unsere Kandidatin Lena gewonnen hat. Schon in den ersten Minuten der Veranstaltung stellte ich fest, dass mir die nötige Übersicht in Kiwi fehlte, um meine Timeline und mehrere Suchwörter im Auge zu behalten.

So fand ich meinen Weg relativ schnell zu TweetDeck, dass ich im letzten Jahr schon einmal ausprobierte. Leider sah ich damals kaum einen Nutzen in der App. Das hat sich gestern Abend komplett geändert. Primär aufgrund der vorhandenen Übersicht, die durch zahlreiche Spalten entsteht. Jede Spalte lässt sich dabei mit einem benutzerdefinierten Inhalt füllen. Egal ob man sich Suchanfragen, Timelines oder Gruppen anzeigen lassen möchte. Durch die praktische Ansicht nebeneinander, geht nie die Übersicht verloren. Sehr erfreulich war auch die automatische Refresh Rate. So aktualisierte sich TweetDeck wirklich sehr schnell, wodurch mir kein Tweet entging. Für den Fall das es doch einmal länger dauert, gibt es natürlich auch eine manuelle Refresh-Taste.

Seit dem neusten Update beherrscht TweetDeck auch Filter. Das war für mich einer der Gründe, warum ich vor Wochen zu Kiwi umgeschwenkt bin. Mit Filtern kann ich bestimmte Wörter aus meiner Timeline ausschließen. Wer also gestern nicht den Eurovision Song Contest verfolgen wollte, hätte dahingehend den Hashtag #esc eingetragen. Zudem ist TweetDeck seit dem letzten Update mit Google Buzz und FourSquare kompatibel. Während voher schon Dienste wie Facebook oder MySpace unterstützt wurden, kann man nun auch Spalten für diese neuen Social-Media-Experimente nutzen. Das ist sehr komfortabel, falls man mehr als einen Dienst oder Account verwaltet. Praktisch ist dahingehend auch die Möglichkeit, einen geschrieben Tweet gleichzeitig über mehrere Accounts abzuschicken. Ansonsten ist TweetDeck natürlich komplett auf der Höhe der Zeit. So wird die neue ReTweet-Funktion genauso wie das Gruppen-Feature unterstützt. Fotos werden zwar nicht wie bei Kiwi direkt in der Timeline angezeigt, öffnen sich jedoch beim Klick im integrierten Mini-Browser.

Was mir fehlt ist ein Konversationsverlauf. Wenn jemand unmittelbar auf einen Beitrag antwortet, kann ich mir bei Kiwi und Tweetie eine Timeline dieser Konversation anzeigen lassen. Dafür muss ich den Tweet nur doppelt anklicken. Bei TweetDeck fand ich solch eine Funktion bis dato nicht. Trotzdem muss ich zugeben, dass dieser kleine Fehler den positiven Ersteindruck von TweetDeck nicht schmälert. Durch die einzelnen Spalten funktioniert TweetDeck am besten mit der vollen Bildschirmbreite. Ideal ist da natürlich ein eigener “Space” unter OSX. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, dass man sich nur eine Spalte anzeigen lässt. Dann ist TD nicht größer als Tweetie. Die Spaltenwechselfunktion bleibt natürlich erhalten.

Ich werde mich in den nächsten Tagen und Wochen näher mit TweetDeck beschäftigen und dahingehend auch die iPhone- und iPad-App testen. Gerade zu Live-Events ist TweetDeck Gold wert. Mein erster Kontakt mit TweetDeck war auch nicht besonders positiv. Gestern Abend hat mich der Client aber im Sturm erobert.

Currently there are "2 comments" on this Article:

  1. Daniel H. sagt:

    Hmmm… hört sich alles ganz gut an, aber ich finde es wirklich schade, dass Tweedeck durch Adobe Air nicht annähernd wie eine Mac Applikation aussieht. Interessiert viele wahrscheinlich eher weniger, mich persönlich stört es aber genug, um auf Tweetdeck zu verzichten.

  2. Sascha sagt:

    Am Ende zählt für mich einfach die Funktionalität eher als das Design. Aber du hast es dahingehend schon richtig gesagt, dass jeder quasi seinen eigenen Geschmack hat. Die einen können über Air hinwegsehen und die anderen nicht. Gerade mit mehreren Accounts ist TweetDeck sehr komfortabel.

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