iPhone Test: THPS2 (+Video)
Tony Hawk’s Pro Skater 2 ist für viele Gamer immer noch eines der besten Skateboard-Spiele auf der Konsole. Die Mischung aus abgedrehten Sprüngen, eingängigem Gameplay und einem fantastischen Soundtrack, hat viel zu diesem Kultfaktor beigetragen.
Die im letzten Monat veröffentlichte iPhone-/iPod Touch-Version, ist vom Umfang her identisch mit der damaligen Konsolenversion. Neben 13 Skatern zu denen Szenegrößen wie Tony Hawk, Elissa Steamer, Bob Burnquist und Bucky Lasek gehören, sind alle acht Locations aus dem Originalspiel enthalten. So startet man in einer simplen AirForce-Skatehalle und sieht im Verlauf des Spiels Orte wie z.B. ein Highschool Gelände, Venice Beach oder auch New York City.

Gesteuert werden Tony und seine Freude über ein digitales Steuerkreuz in Verbindung mit vier Tricktasten (Ollie, Grab, Flip und Grind). Während man vor Sprüngen die Ollie-Taste gedrückt hält, nutzt man in der Luft die Flip- und Grap-Tasten in Verbindung mit den Richtungstasten. Je nach Richtung des Steuerkreuzes, wird dabei ein anderer Trick gezeigt. Trickkombinationen sind ebenfalls möglich. Die Steuerung funktioniert relativ gut, ist jedoch weit von der Perfektion entfernt. Das liegt weniger an der Steuerung selbst sondern viel mehr am fehlenden haptischen Feedback. Die alternative Steuerung via Bewegungssensor funktioniert auch nicht umbedingt besser.
Grafisch hat Activision jedoch ganze Arbeit geleistet. Die Charaktermodelle sehen ihren realen Vorbildern sehr ähnlich, was viel zur Atmosphäre beiträgt. Der Soundtrack mag zwar mittlerweile zehn Jahre alt sein, jedoch fällt das nicht auf. Bands wie Rage against the Machine, Papa Roach und Millencolin sorgen genauso wie Bad Religion oder Powerman 5000 für gute Stimmung.

Das Spielprinzip im Karriere-Modus ist relativ einfach erklärt. Um eine Location hinter sich zu lassen, muss der Spieler diverse Ziele erfüllen. Während einige Aufgaben immer gleich sind (Highscore erreichen oder die Buchstaben S-K-A-T-E einsammeln), muss man bei anderen Aufgaben ein ortsspezifisches Problem lösen (z.B. Schulglocken per Wallride in der Highschool zerstören). Durch das fehlende haptische Feedback bei der Steuerung, wird man jedoch nie alle Ziele in einem Lauf erfüllen. Trotzdem motivieren die Ziele ständig zu neuen Versuchen. Mit jeder erfüllten Aufgabe erhält man zudem Geld, dass man im Shop gegen neue Tricks oder verbesserte Stats eintauschen kann.
Fazit: Mit einem Preis von 9,99 Dollar ist Tony Hawk nicht besonders günstig. Trotzdem bekommt der Spieler einen Titel geboten, der dem Originalspiel in nichts nachsteht. Fünf Sterne kann ich nicht geben, da die Steuerung nicht perfekt funktioniert. Das ist jedoch weniger ein Problem der Entwickler sondern eher vom iPhone selbst. Activision hat in meinen Augen das Optimum aus diesem Titel herausgeholt. Leider ist das Spiel bis dato noch nicht im deutschen App-Store zu finden. Das ist scheinbar auf rechtliche Probleme zurückzuführen. Im US-Store ist das Spiel seit einigen Wochen erhältlich. Anbei noch einige Videoeindrücke, die ich heute Morgen aufgenommen habe.


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