Spiel des Monats: Warpgate
In den frühen 90er Jahren Jahren waren Weltraum-Simulationen wie Wing Commander oder Privateer in aller Munde. Publisher setzten verstärkt auf das beliebte Genre und Spiele wie Wing Commander IV waren aufwendiger als viele Hollywoodfilme in Szene gesetzt. Obwohl das Genre der Weltraum-Simulationen heutzutage kaum noch Beachtung findet, hat sich Freeverse an diese ehemalige Faszination erinnert und Warpgate entwickelt.
In Warpgate ist es die Aufgabe des Spielers, eine riesiges Universum zu erforschen. Um das zu erreichen muss man mit Waren handeln, Missionen von unterschiedlichen Fraktionen annehmen oder auch herausfordernde Weltraumschlachten bestreiten. Dabei sind alle drei Spielelemente gleich wichtig. Wer viel handelt, kann sich ohne Probleme die Taschen füllen und bessere Raumschiffe oder Ausrüstungsgegenstände kaufen. Falls man für eine Fraktion viele Missionen erledigt, stellen sich jedoch schnell Probleme mit anderen Fraktionen ein, wodurch die Reise im All gefährlich wird. Denn mit jeder erfüllten Mission für eine Fraktion, sinkt Euer Ruf bei einer anderen. Der Spieler muss somit das perfekte Gleichgewicht finden.
Das eigene Raumschiff steuert man per Klick- und Wischsteuerung. Entweder klickt man auf das gewünschte Flugziel oder man wischt über den Bildschirm, um langfristig in eine Richtung zu fliegen. Zusätzlich lässt sich der Kurs per Raumkarte festlegen, damit man nicht planlos durchs Weltall navigiert. Das ist bei unzähligen Planeten und Systemen, die man per Warpgate (Dimensionstor zwischen Planetensystemen) erreicht, auch mehr als notwendig. Schließlich möchte man nicht im Feindgebiet landen, nur weil man das falsche Warpgate gewählt hat.

Sobald man sich Fremden Raumschiffen nähert, hat man die Möglichkeit diese per Attack-Button anzugreifen. Danach wechselt das Spiel in einen instanzierten Kampfmodus, wo man bis zum bitteren Ende kämpft. Falls ihr doch einmal kalte Füsse bekommt, könnt ihr natürlich auch aus dem Kampf fliehen. Solltet ihr dennoch einmal sterben, werdet ihr zum letzten Warpgate zurückgesetzt. Das bedeutet meist einen Zeitverlust von maximal ein bis zwei Minuten. Die Speicherpunkte sind dahingehend sehr fair gesetzt.
Mit dem Update auf Version 1.2 hat das Spiel einen großen Schritt nach vorne gemacht, selbst wenn die Version 1.0 schon nahezu perfekt war. Seit dem neusten Update wird jedoch das Plus-Netzwerk unterstützt, über das man seine Speicherstände mit dem Plus-Server abgleichen kann. Hier muss folglich niemand mehr Angst haben, dass er seinen Spielstand verlieren könnte. Dieser kann komfortabel über eine Upload und Download-Funktion gesichert werden. Zudem gibt es seit Version 1.2 die Möglichkeit, in den instanzierten Kämpfen die Bewegungssteuerung zu deaktivieren. Das war mein größer Kritikpunkt am Titel, den Freeverse nun behoben hat.
Fazit: Warpgate hat eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, bis der Titel endlich in den App-Store kam. Das warten hat sich jedoch gelohnt. Der Titel bietet eine unglaubliche Komplexität, die man bei vielen anderen Spielen vergeblich sucht. Egal ob man nur handelt oder den Weltraum unsicher macht, Warpgate bietet für jeden SciFi-Fan etwas. Wer sich ein iPad kauft, kann natürlich auch direkt zur HD-Version greifen. Diese macht einen nahezu perfekten Eindruck, dank des großen Bildschirms. Fans von Weltraum-Simulationen müssen bei Warpgate einfach zugreifen.


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