iPhone Test: The Oregon Trail
Ursprünglich im Jahr 1971 veröffentlicht, fand The Oregon Trail seinen Weg immer wieder auf diverse Systeme. Im März 2009 nahm sich Gameloft des Titels an und veröffentlichte eine komplett überarbeitete Version für das iPhone, die der Grundformel treu blieb. Als Pionier versucht man mit seiner Familie (bestehend aus drei Kindern und der Frau) nach Kalifornien zu reisen. Ob alle ankommen entscheidet das Schicksal und der Spieler.
So wählt man zum Start der Reise eine von drei Geschwindigkeiten aus. Je nach Geschwindigkeit sinkt sowohl die Gesundheit, die Nahrung oder auch die Qualität des Planwagens. Wer folglich gen Westen sprintet, wird eher krank oder muss sich mit defekten Wagenteilen herumärgern. Der Spieler muss somit ständig die Geschwindigkeit an die jeweilige Situation und Strasse anpassen. Unterwegs auf der Strecke erhält man immer wieder die Möglichkeit, seine Vorräte durch diverse Mini-Spiele aufzufüllen. So geht man auf die Jagd, sammelt Beeren oder erledigt angreifende Adler. Jedes einzelne Mini-Spiel unterscheidet sich dabei in der Steuerung vom anderen.
Doch die Reise gen Westen ist keine Spazierfahrt. Stattdessen lauern zahlreiche Gefahren auf die Pioniere. So wird man von Ureinwohnern angegriffen, Adler versuchen Eure Kinder zu stehlen oder Anhalter entpuppen sich als Diebe. Kommt ihr an einen Fluss, stehen Euch ebenfalls versch. Möglichkeiten zur Verfügung. Überquert ihr den Fluss, könnte Eure Ladung in der Strömung verloren gehen. Genauso könnt ihr den falschen Weg einschlagen (was Euch kostbare Zeit kostet) oder Eure Familie kann sich verletzen. Ihr werdet somit ständig vor die Entscheidung gestellt, ob ihr Eure Reise temporär zur Erholung unterbrecht oder dem Traum von einem besseren Leben folgt.
Auf dem Weg in Richtung Westen stosst ihr jedoch nicht nur auf Probleme. So begegnen Euch prominente Persönlichkeiten der Geschichte, die Eure Hilfe benötigen. Jeder Persönlichkeit bittet Euch dabei in Form einer Aufgabe um Hilfe. So müsst ihr Anhalter von A nach B bringen, Waren abliefern oder andere Aufgaben erfüllen. Solltet ihr in einer Stadt ankommen, könnt ihr mit dem durch Aufgaben erhaltenen Geld Euren Wagen aufwerten oder zahlreiche Extras kaufen. Zusätzlich wird Euch nach jedem Streckenabschnitt per Statistik angezeigt, wie gut (oder schlecht) ihr Euch geschlagen habt.
Fazit: The Oregon Trail ist ein sehr gelungenes Remake. Die Grafiken sind im Comic-Look wirklich wunderschön und die Dialoge zwischen den Pionieren teilweise herrlich abgedreht. Trotzdem fehlt dem Spiel die Abwechslung. Die Mini-Aufgaben variieren zwar, jedoch nicht genug um langfristig zu unterhalten. Der Soundtrack beginnt ebenfalls nach wenigen Minuten an den Nerven des Spielers zu kratzen, da die gleiche Melodie ständig wiederholt wird.


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