Screencast HD: BlackVPN und Hulu

April 30, 2010 iPhone, Mac, screencast 57 Kommentare

Bei dem Begriff “freies Internet” kann man heutzutage wohl nur beschämt den Kopf schütteln. Zu oft werden wir beim Besuch einer US-Seite mit den Worten “Dieses Video ist in ihrem Land nicht verfügbar” gequält. Ländersperren sind keine Neuheit aber werden mittlerweile fast überall eingesetzt. Vom simplen Musikvideo auf YouTube bis hin zur neuen Episode einer TV-Serie auf Hulu.

Die Rettung in Form von VPN-Servern ist glücklicherweise schon seit Jahren unterwegs. Dummerweise sind diese freien Server (wie auch Proxy-Server) teilweise viel zu langsam für Video-Streaming. Das ändert sich glücklicherweise dank BlackVPN. Für fünf Dollar im Monat erhält man Zugang zu einem VPN-Server im Ausland (US, UK oder EU), mit dem man unter anderem auf Hulu.com ohne Probleme aktuelle US-Serien schauen kann. Ich hatte das Glück und konnte einen Referalcode von Alex (iPhoneBlog.de) einsetzen, durch den ich gleich 3 Monate für fünf Euro erhalten habe. Bereits nach wenigen Tagen bin ich vom Service überzeugt.

Per Klick loggt man sich unter OSX in seinen VPN-Server ein und kann endlich Serien und Filme bei US-Anbietern sehen. Das bei einem von den Sendern unterstützten Portal. Wie das ganze genau funktioniert, seht ihr zusammengefasst auch noch einmal in meinem Screencast. Kurz zusammengefasst lässt sich jedoch sagen, dass der VPN-Server Euch eine amerikanische IP-Adresse zuordnet. Für den US-Anbieter sieht es danach so aus, als würdet ihr Euch in den Staaten befinden.

Wer nun ebenfalls drei Monate für fünf Dollar testen möchte (Bezahlung via PP möglich), der kann gerne meinen Referralcode nutzen. Mein Account wird dafür um einen Monat verlängert und ihr erhaltet drei Monate anstelle von einem. Gerade wenn man Serienjunkie ist, dürfte dieser Dienst eine wirkliche Bereicherung sein. Spannend wird der VPN-Server auch gerade in Kombination mit einem iPhone und iPad, wo das ganze ebenfalls funktioniert.

Wie üblich schaut ihr Euch den Screencast am besten auf YouTube in 720p an, da ihr so die bestmögliche Auflösung zu sehen bekommt. Über Feedback und Kommentare freue ich mich natürlich.

Transmit 4: Ente vom Laster überfahren!

April 28, 2010 Mac 1 Kommentar

OSX bietet uns zahlreiche Programme um auf FTP-Server zugreifen zu können. Doch so groß die Auswahl auch ist, am Ende landet man meist bei Cyberduck. Das obwohl die Ente in den meisten Fällen nicht besonders stabil läuft. Abstürze sind an der Tagesordnung und mit jedem neuen Update, geht das große Zittern von vorne los. Transmit gehört zu den FTP-Programmen, die es schon unter OS9 gab. Leider konnte mich das Programm in Version 3 aufgrund von fehlender Stabilität nicht überzeugen. Das hat sich mit der gestern veröffentlichten Version 4 komplett geändert.

Der große Vorteil von Transmit ist die Tatsache, dass man nicht nur auf FTP und SFTP zugreifen kann, sondern auch auf seine iDisk, Amazon S3 oder WebDAV. Unter OSX ist die iDisk leider gähnend langsam. Jeder iDisk Nutzer wird davon ein Lied singen können. Durch Transmit wird jedoch die volle Upload Geschwindigkeit Eurer Leitung genutzt. Somit wachsen der iDisk förmlich Beine und die Daten rennen rasend schnell auf Euren Server. Für iDisk-Nutzer ist Transmit somit schon fast ein “Must Have”.

Ebenfalls sehr gelungen ist das Interface. Das ganze wirkt aufgeräumt, aufs notwendigste reduziert und doch sehr schick. So möchte möchte man den Designern am liebsten direkt einen Design-Award in die Hand drücken. Ein Wunsch der früher oder später vermutlich von anderer Seite erfüllt wird. Ein ausgeklügeltes neues Feature in Version 4 ist zudem die Möglichkeit, seine Favoriten im Finder als Disk zu mounten. Dafür muss man Transmit nicht einmal öffnen. Sobald der Server als Disk gemountet wurde, läuft das ganze auch bei geschlossener App weiter. Wer viel auf dem Server rumwerkelt, wird das Feature schnell wertschätzen.

Transmit 4 bietet viele Features, die man bei anderen FTP-Programmen vermisst. Von einer Spotlight Ansicht auf dem Server bis hin zum neuen Mount-Feature, konnte mich nahezu alles überzeugen. Anders als Cyberduck ist Transmit mit 28 Euro kostenpflichtig. Ich könnte Euch nun vermutlich alle neuen und alten Features auflisten, jedoch macht das die offizielle Seite viel besser. Wer sich deshalb selbst ein Bild machen möchte, kann dort die kostenlose Demo ausprobieren. Diese kann sechs Tage lang fast uneingeschränkt genutzt werden, bevor eine Seriennummer verlangt wird. Genug Zeit um sich einen Eindruck von Transmit 4 zu verschaffen. Panic hat in meinen Augen ein “geiles Stück” Software geschaffen, dass jeden Cent wert zu sein scheint.

Die Sache mit den 99 Cent Apps

April 25, 2010 Gedanken, iPhone 1 Kommentar

Seit dem Start des App-Stores, sind die Preise für Spiele und Programme im Normalfall eher am unteren Ende angesetzt. 99 Cent Apps führen die Spitze des Stores an und über hochwertige Apps zum großen Preis, wird eher die Nase gerümpft. Angeregt durch diverse Diskussionen auf TouchArcade, würde ich dazu gerne einige Gedanken zusammenfassen.

Auf anderen Plattformen wie z.B. den großen Heimkonsolen, zahlen wir im Durschnitt 55 Euro für ein neues Spiel. Dabei erhält man oft Spiele, die man in weniger als sechs Stunden beendet hat. Zudem ist nicht jedes teure Produkt in allen Belangen hochwertig. Da hinkt oft die Story, die Grafik kann nur wenig überzeugen oder auch das Gameplay wirkt nicht ausgereift.

Wieso haben wir also ein Problem damit, wenn wir auf dem iPhone für ein 12 Stunden langes Spiel, plötzlich über 10 Euro zahlen müssen? Weshalb wird sich so intensiv dagegen gesträubt? Hängt es vielleicht damit zusammen, dass unsere Erwartungen an eine mobile Handyplattform so niedrig sind? Vielleicht weil wir in den letzten Jahren nie hochwertige Software auf Handys und MP3-Playern geboten bekommen haben? In gewisser Weise ist es doch erstaunlich, dass wir (scheinbar) die harte Arbeit von Entwicklern nur dann wertschätzen, wenn diese ihre App im niedrigen Preissektor positionieren.

Natürlich ist es verständlich, dass kostengünstige Apps eher gekauft werden. Schließlich hat niemand einen Goldesel im Keller herumstehen. Trotzdem muss sich in den Köpfen etwas ändern, dass Leute für Qualität auch bezahlen wollen. Heutzutage haben wir in den meisten Fällen sogar den Luxus, dass es eine Lite-Version vom Spiel gibt. Vor Jahren war so etwas noch nicht gegeben. Da hat man viel Geld für Produkte bezahlt, die dann vielleicht eher minderwertige Qualität hatten.

Wie seht ihr das? Fallen für Euch Apps durchs Raster, die einen gewissen preislichen Rahmen überschreiten oder ist Euch Qualität auch ein paar Euro mehr wert?

Mit Letterbox geht Mail in die Breite

April 24, 2010 Mac 4 Kommentare

Apple Mail macht es dem Nutzer denkbar einfach, seine Mails schnell von diversen Servern zu empfangen. Trotzdem vermisste ich seit Jahren eine Widescreen Ansicht mit drei Spalten, die andere Mail-Programme anbieten. Ähnlich ging es scheinbar auch Aaron Harnly, der vor Jahren das Mail-Plugin Letterbox programmierte. Nach der einfachen Installation bietet das Plugin eine frei wählbare drei Spalten Ansicht, durch die man seine Mail in voller Größe begutachten kann.

Wer schon immer schmerzlich die dritte Spalte in Mail vermisst hat, sollte sich das kostenlose Plugin einmal anschauen. Letterbox ist natürlich mit Snow Leopard kompatibel und lässt sich (bei Nichtgefallen) auch spielend leicht deinstallieren. Persönlich möchte ich das Plugin nicht mehr missen. Es ist eine der kleinen Sachen, die für meinen “Workflow” sehr wichtig ist. Gerade weil ich keine kleinen Vorschaufenster vergrößern oder neue Fenster öffnen muss.

Starcraft 2 Mac Beta: Hell! It’s about time!

April 22, 2010 Mac-Spiele 2 Kommentare

In diesem Sommer wird Blizzard StarCraft 2 für den PC und Mac veröffentlichen. Bereits seit einigen Wochen läuft die Multiplayer-Beta, an der ich ebenfalls teilnehme. Unglücklicherweise gibt es bis dato nur einen Windows-Clienten, um sich der Schlacht anzuschließen. Das soll sich laut Kotaku.com in der nächsten Woche ändern. Was würde Jim Raynor dazu sagen? Hell..it’s about time!

Um eine Chance auf einen Beta-Key zu erhalten, muss man sich für Blizzards Battle.net Service anmelden. In seiner Account-Verwaltung findet man dann das Beta-Programm, wo man seine Systemdaten automatisch einpflegen lassen kann. Ob man es so kurzfristig in den ersten Mac Beta Pool schafft, bleibt jedoch fraglich. In den Staaten wird GameStop in kürze eine Vorbestellaktion für StarCraft 2 starten. Vorbesteller erhalten dort ebenfalls Zugang zur Mac- und PC-Beta. Ob diese Aktion auch in Deutschen GameStop Filliallen angeboten wird, steht momentan noch in den Sternen. Denkbär wäre es jedoch, da GameStop viele Aktionen weltweit durchsetzt.

Nachtrag: Laut Kommentator ment0r muss man mindestens ein Spiel von Blizzard erworben haben, um am Beta-Programm teilnehmen zu können.

Test: Navigon Select Telekom Edition

April 21, 2010 iPhone Keine Kommentare

Bisher konnte ich mich nie dazu überwinden, eine Navigationssoftware im App-Store zu erweben. Wieso sollte ich an die 70 Euro ausgeben, wenn ich ein Stand-Alone Gerät hier rumliegen habe? Es schien mir so unnötig. Nun wo ich Navigon Select getestet habe, kann ich meine ehemalige Ignoranz kaum noch verstehen.

Als vor einigen Wochen eine Zusammenarbeit zwischen Navigon und der Telekom angekündigt wurde, weckte das ganze mein Interesse. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist im deutschen App-Store die (für Telekom-Kunden) kostenlose Navigon Select App. Ähnlich wie der bereits im Vorfeld veröffentlichte (und nun entfernte) Navigon Mobile Navigator DACH, bietet die App eine vollwertige Navigationssoftware inklusive Kartenmaterial. Dabei unterstützt das Programm nahezu alle Standards, die man von einer Navigationssoftware erwartet. Besonders die Reality View hat es mir angetan. Dabei wird auf Autobahnen die passende Spur grafisch angezeigt. Ebenfalls sehr praktisch ist die integrierte Sonderzielsuche, die sogar in meinem kleinen Kaff viele Hotspots kannte. Desweiteren dürften sehr präzise Sprachansagen, die automatische Tag und Nachtschaltung und das simple Menü jeden Navigationsfanatiker überzeugen.

Erweitern lässt sich die App jederzeit durch In-App Käufe. Dabei stehen diverse Pakete in verschiedenen Preisklassen zur Verfügung. Vom Sicherheitspaket mit Fahrspurassistent Pro, Geschwindigkeitsassistent, Radar Info und Notfall-Hilfe bis hin zu einem 3D-Set, dass Höhenkarten freischaltet. Insgesamt stehen sechs dieser kostenpflichtigen Pakete im preislichen Rahmen von 10 bis 20 Euro (pro Paket) zur Verfügung. Persönlich habe ich mich für das Premiumpaket mit 3D Navigation, MyRoutes Feature und Routenplanungsfunktion und dem Sicherheitspaket entschieden.

Das GPS-Signal wurde in meinem 3G relativ schnell gefunden und wich dabei nie von der Spur ab. Das ohne zusätzlichen GPS-Verstärker oder sonstige Hilfsmittel. Selbst zu Fuss wurde schnell der richtige Weg gefunden. Gerade in Kombination mit der Navigon Passivhalterung, wird Navigon Select mein Stand-Alone Gerät ohne Frage ablösen. Negativ fielen lediglich die leisen Sprachkommandos auf. Im Stadtverkehr mag man damit zurechtkommen. Auf der Autobahn hat man jedoch ständig das Problem, dass man Kommandos nicht versteht. Wer sein iPhone folglich an das Autoradio anschließt, dürfte hier einen deutlichen Vorteil haben. Der zweite negative Punkt wäre die fehlende Routenplanung, die man erst über In-App Einkäufe erhält.

Fazit: Navigon Select ist der perfekte Begleiter für alle iPhone Besitzer, die mit dem Auto unterwegs sind. Egal ob mit oder ohne zusätzliche Erweiterungen, macht Navigon Select einen nahezu tadellosen Eindruck. Das alles für den unschlagbaren Preis von 0 Euro. Hut ab!

iPhone Test: Sonic 2 inkl. Gameplayvideo

Sind wir doch einmal ehrlich. In den letzten Jahren hat SEGAs Maskottchen Sonic nur selten Liebe vom Entwickler/Publisher erhalten. So waren die letzten drei bis vier Spiele für die Heimkonsole nur untere Durchschnittskost. Nicht umsonst wird SEGA in diesem Sommer mit Sonic 4 zu den 2D Wurzeln zurückkehren.

Nach einem relativ durchwachsenen Port von Sonic the Hedgehog fürs iPhone, wurde heute Nacht der zweite Teil der Kultreihe veröffentlicht. Mit einem Preis von 4,99 Euro ist Sonic 2 sicherlich nicht besonders günstig, jedoch macht der Port einen mehr als soliden Eindruck. Sonic ist bekannt für seine Geschwindigkeit und hier hatte der erste Teil seine Probleme. Gerade in schnellen Szenen ging die Framerate oft in den Keller. Bei der Fortsetzung wurde dieses Problem selbst auf dem 3G behoben. Egal wie schnell Sonic durch die Level hetzt, die Framerate bleibt konstant. Erstaunlich eingängig ist auch das Steuerkreuz, mit dem sich Sonic sehr präzise steuern lässt.

Was fehlt ist ein vernünftiges Speichersystem. Ähnlich wie früher auf dem Mega Drive, ist nach dem letzten Continue Feierabend. Danach muss man erneut von vorne starten. Je nachdem wie weit man bereits vorwärtsgekommen ist, stellt sich schnell ein gewisser Frustfaktor ein. Spätestens in Jahr 2010 sollte es doch möglich sein, dass man freigeschaltete Level direkt anwählen kann. Besonders auf einer Plattform wie dem iPhone und iPod Touch, wo man eher Casual-Gamer findet.

Fazit: Sonic the Hedgehog 2 macht dank einer konstanten Framerate und eingängiger Steuerung eine Menge Spaß. Preislich dürfte SEGA den Preis zukünftig jedoch gerne niedriger ansetzen. Trotzdem dürften Retro Freunde mit diesem Titel ihren Spaß haben. Für bewegte Eindrücke schaut am besten mein Gameplay-Video an.

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